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Wohngebäudeversicherung
Die Wohngebäudeversicherung ist für Immobilieneigentümer und Bauherren, neben der Haftpflichtversicherung, die wichtigste Versicherung. Sie ersetzt Schäden, die durch Unwetter, Blitzschlag, Explosion oder Brand verursacht werden.
Ein Schaden, der durch Herabfallen von Dachziegeln entsteht, lässt sich vielleicht noch einfach regulieren. Jedoch eine durch Feuer ausgelöste Zerstörung der Immobilie kann in den finanziellen Ruin führen, wenn sie nicht versichert ist. Eine Wohngebäudeversicherung ersetzt grundsätzlich Elementarschäden, die am und im Gebäude durch Leitungswasser, Sturm, Hagel oder Feuer entstehen. Mit eingeschlossen in die Versicherung sind fest installierte Antennen, sanitäre und elektrische Installationen. Ebenso fest verlegte Fußbodenbeläge, Einbauschränke, Garagen, Blitzableiter und Markisen.
Beim Abschluss einer Wohngebäudeversicherung sollte der Versicherungsnehmer sein Hauptaugenmerk auf die Versicherungssumme richten. Die Höhe sollte sich an den Kosten orientieren, die zur Wiederherstellung der Immobilie notwendig werden könnten. Wichtig ist in jedem Fall die Versicherungsgesellschaft über nachträglich am Gebäude durchgeführte An- und Umbauten zu informieren, da diese Bestandteil der Immobilie sind.
Zu empfehlen ist, zusätzlich zur Wohngebäudeversicherung, eine gleitende Neuwertversicherung abzuschließen. Diese orientiert sich an den allgemeinen Baupreisentwicklungen und erfasst automatisch die Wertsteigerung des versicherten Objektes.
Bereits länger bestehende Wohngebäudeversicherungen sollten daher überprüft werden. Aufgrund ortsüblicher Neubaubewertungen unterliegen die bei Abschluss des Vertrages zu Grunde gelegten Bemessungsgrundlagen erheblichen Schwankungen. Die kontinuierliche Anpassung des Vertrages verhindert somit eine Unterversicherung des Gebäudes. In diesem Zusammenhang bietet es sich an, die eigene Versicherung mit Angeboten anderer Versicherungsgesellschaften zu vergleichen. Um den Versicherungsschutz zu optimieren, lohnt sich daher in jedem Fall ein Vergleich mit aktuellen Angeboten der TOP 30-Geschellschaften.
Damit die Versicherungsgesellschaft beim Abschluss der Wohngebäudeversicherung einen Unterversicherungsschutz garantieren kann, muss dem Versicherungsantrag ein Wertermittlungsbogen beigefügt werden.
Der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung ist in einigen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben. In jedem Fall aber benötigen Banken und Kreditinstitute zur Finanzierung von Immobilen den Nachweis über den Abschluss einer Wohngebäudeversicherung. Ohne Vorlage einer entsprechenden Police können sie keine Kredite und Darlehen zur Finanzierung von Immobilien vergeben.
Hausratversicherung
Eine Hausratversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen, die bei der Gründung eines neuen Hausstandes abgeschlossen werden sollten. Sie deckt, ganz dem Namen nach, alles ab, was zum Hausrat der Wohngemeinschaft gehört. So werden beispielsweise Schäden übernommen, die durch Wasser, Vandalismus, Unwetter, Blitzschlag und Feuer verursacht wurden. Auch gegen Einbruch und Diebstahl ist der Versicherungsnehmer abgesichert.
Doch nicht nur die zerstörten Gegenstände werden ersetzt, es werden auch die Kosten für Aufräumarbeiten und Hotelunterkunft bezahlt.
Bevor eine Hausratversicherung abgeschlossen wird, sollte man sich einen umfassenden Überblick über alle Vermögensgegenstände machen, die sich im Haus oder in der Wohnung befinden. Es besteht nämlich grundsätzlich die Gefahr der Unterversicherung. Dabei liegt die Versicherungssumme unter dem Wert aller versicherten Gegenstände, so dass im Schadensfall viel weniger ausbezahlt wird, als das gesamte Mobiliar eigentlich wert war.
Um dies zu vermeiden, sind viele Versicherungsgesellschaften dazu übergegangen, einen Schutz pro Quadratmeter Wohnfläche anzubieten.
Beim Abschluss der Hausratversicherung sollte man zudem angeben, ob man seinen Hausrat eventuell auch in einer Ferienwohnung oder ähnlichem nutzen möchte. Diese Wohnung wird dann auf der Police mitvermerkt, so dass der Versicherungsschutz auch im Urlaub weiter besteht.
Wie hoch die Prämie für die Versicherung ist, hängt davon ab, wie groß die zu versichernde Wohnung ist und wo sie sich befindet. So werden zum Beispiel in Überschwemmungsgebieten und Stadteilen mit hoher Kriminalitätsrate höhere Beiträge verlangt als in „sicheren“ Gegenden.
Verwahrt man jedoch Gegenstände von Dritten im eigenen Haus und werden diese beschädigt, so kommt die Haftpflichtversicherung für den entstandenen Schaden auf.
Zusätzlich zur Haftpflichtversicherung und zur Hausratversicherung kann man eine Glasversicherung abschließen, um Terrarien, Aquarien und Fensterscheiben abzusichern.
Am besten ist es, man schließt ein großes Komplettpaket bei einer einzigen Versicherungsgesellschaft ab. So vermeidet man, dass gewisse Teile doppelt versichert sind und andere im schlimmsten Fall überhaupt nicht. Außerdem bieten viele Gesellschaften treuen Kunden einen nicht beträchtlichen Bonus und besondere Zusatzleistungen an, die im Notfall mehr als nützlich sein können.





